.hack/SIGN – In Your Mind von Yuki Kajiura
Feedlooks, ein Dienst für Seiten-Abos und Twitter, wird momentan verkauft, weil der Entwickler scheinbar das Interesse daran verloren hat oder besseres zu tun hat1. Die Seite – und damit ca. 8500 Nutzerkonten – werden derzeit auf Flippa angeboten. Was der Besitzerwechsel für Auswirkungen hat, ist momentan nicht absehbar. Da es sich bei Flippa um eine Auktionsplattform handelt, kann man nicht davon ausgehen, dass der Folgebesitzer im Sinne der Nutzer handelt.
In den Kommentaren zur Auktion fragt der Interessent stev:
How many people signed up so far for an account? Is there a way to broadcast a message to all account holders?
arturadib (Verkäufer):
@stev: There are currently 8.5k registered users, all of which with confirmed email addresses. Please let me know if there are any other questions I can help you with. Thanks!
Ich habe meinen Account heute gelöscht und kann anderen Nutzern nur empfehlen, das Gleiche bis zum 08.10. zu tun.
- Wie man im Google-Analytics-Bericht für einen der letzten Monate sehen kann, sind die Nutzerzahlen mit ca. 200-500 Nutzern pro Tag insgesamt sehr niedrig. Das Gebiet RSS-Reader ist zwar ein Nische, aber diese Anzahl an Nutzer ist wohl in keiner Form zu Geld zu machen. [↩]
Porträt einer Nacht, im Mittelpunkt zwei junge Menschen, ihr bisheriger Weg, der in dieser schicksalhaften Nacht an einen Wendepunkt gelangt und drumherum Nacht, Langeweile. ein seltsamer IT-Fachidiot und ein wenig Gefahr.
Takahashi, Hobby-Posaunist und erklärter Neufokussierer trifft auf die anfangs wortkarge Mari, die nachts vor sich und ihrer seit Monaten schlafenden Schwester Eri flieht. Nebenher prügelt ein IT-Mensch eine Chinesin in einem Love Hotel, um danach zum üblichen Nachgeschäft überzugehen.
Irgendwie sind alle Hauptcharaktere an einem Ende ihres aktuellen Lebensabschnitts angekommen und werden dabei vom Leser beobachtet. Das Ende signalisiert für alle (außer vielleicht für den IT-Menschen) einen Neuanfang.
Die Beschreibung der Nacht und die scheinbare Ausweglosigkeit der jeweiligen Situationen sind wie in anderen Murakami-Büchern eine Stärke. Durch das Zerreissen, die Aufsplitterung des Romans in ständig wechselnde Abschnitte wird die Wirkung des Buchs allerdings erheblich reduziert und konfuser als angenehm.
Das Ende empfinde ich auch nur bedingt gelungen. Während das Hauptproblem zwischen Mari und ihrer Schwester Eri in Auflösung begriffen ist, bleiben andere Dinge in der Schwebe.
Insgesamt keines der bestern Bücher Murakamis, aber immer noch lesenswert.

