Nur so Kram » Nus http://nursokram.de/blog ... Sat, 22 Oct 2011 19:15:05 +0000 en hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.3 Feedlooks wird verkauft http://nursokram.de/blog/2011/09/feedlooks-wird-verkauft/ http://nursokram.de/blog/2011/09/feedlooks-wird-verkauft/#comments Tue, 20 Sep 2011 09:51:54 +0000 Mathies http://nursokram.de/blog/?p=1646 Weiterlesen ]]> Feedlooks, ein Dienst für Seiten-Abos und Twitter, wird momentan verkauft, weil der Entwickler scheinbar das Interesse daran verloren hat oder besseres zu tun hat1. Die Seite – und damit ca. 8500 Nutzerkonten – werden derzeit auf Flippa angeboten. Was der Besitzerwechsel für Auswirkungen hat, ist momentan nicht absehbar. Da es sich bei Flippa um eine Auktionsplattform handelt, kann man nicht davon ausgehen, dass der Folgebesitzer im Sinne der Nutzer handelt.

In den Kommentaren zur Auktion fragt der Interessent stev:

How many people signed up so far for an account? Is there a way to broadcast a message to all account holders?

arturadib (Verkäufer):

@stev: There are currently 8.5k registered users, all of which with confirmed email addresses. Please let me know if there are any other questions I can help you with. Thanks!

Ich habe meinen Account heute gelöscht und kann anderen Nutzern nur empfehlen, das Gleiche bis zum 08.10. zu tun.

  1. Wie man im Google-Analytics-Bericht für einen der letzten Monate sehen kann, sind die Nutzerzahlen mit ca. 200-500 Nutzern pro Tag insgesamt sehr niedrig. Das Gebiet RSS-Reader ist zwar ein Nische, aber diese Anzahl an Nutzer ist wohl in keiner Form zu Geld zu machen.
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Projekt 2026 http://nursokram.de/blog/2011/06/projekt-2026/ http://nursokram.de/blog/2011/06/projekt-2026/#comments Tue, 21 Jun 2011 16:47:42 +0000 Mathies http://nursokram.de/blog/?p=1503 Weiterlesen ]]> Hinweis zu einem wichtigen Termin

Die vom Volke eingesetzte Regierung lässt verkünden:

Wer bis zum 28.07.2026 keine Arbeit gefunden hat, wird zu staatlicher Arbeit in einer der 250 Einrichtungen in ganz Deutschland gebracht. Derzeit sind ca. 800000 Personen bereits in Arbeitseinrichtungen untergebracht. Weitere 500000 Personen sind aufgerufen, bis zum genannten Termin eine reguläre Tätigkeit zu finden oder eine Ausnahmebescheinigung vorzulegen.

Regeln für die Arbeitseinrichtungen

Aufgrund der vorherigen Passivität auf Kosten der Allgemeinheit können die Arbeiter in den Arbeitseinrichtungen nicht mit einem regulären Einkommen rechnen.

Die Unterbringung erfolgt in den Einrichtungen der Hauptsparten Textilien, Backwaren, Reparatur technischer Geräte und Personaldienstleistungen.

In den Einrichtungen befindet sich folgender Aushang für Mitarbeiter der Überwachungskräfte. Es handelt sich um einen Leitfaden für den Umgang mit den Arbeitern:

  1. Familien sind, soweit es das Alter zulässt, zu trennen. Die einzelnen Mitglieder sind in den altersspezifischen Baracken unterzubringen.
  2. Die Arbeiter sind um 5 Uhr zu wecken. Missachtung dieser Aufweckzeit kann geahndet werden.
  3. Essen ist zwischen 12 Uhr und 14 Uhr einzunehmen. Wenn nicht ausreichend Essen oder Trinken für die gesamte Arbeiterschaft zur Verfügung steht, müssen die Schwächeren bevorzugt werden.
  4. Die Arbeiter können um frühestens 19.30 Uhr entlassen werden. Wenn sie noch arbeitsfähig wirken, kann nach Ermessen weiter gearbeitet werden. Die Weckzeit bleibt davon unbeeinträchtigt.
  5. Wer sich der Arbeit widersetzt muss mit entsprechenden Strafen rechnen. Nach drei Ermahnungen erfolgt die stunden- oder tageweise Unterbringung im »Raum der Stille«. Nicht mehr arbeitsfähige Arbeiter sind ebenfalls und bis auf weiteres in den »Raum der Stille« zu bringen.
  6. Im »Raum der Stille« ist das Sprechen verboten. Wer mehrfach gegen das Sprechverbot verstößt, ist dem Lagerrat vorzuführen. Dieser entscheidet über den weiteren Einsatz des Arbeiters.
  7. Arbeiter sind zu entlassen, wenn ein Angehöriger glaubhaft nachweisen kann, dass eine freie Arbeitsstelle vorhanden ist. Die Richtigkeit der Angaben wird nach wenigen Wochen ohne Vorankündigung geprüft. Im Falle einer Falschaussage wird der Angehörige ebenfalls zu Arbeit in einer Einrichtung verpflichtet – auch dann, wenn die Person über eine reguläre Stelle verfügt.
  8. Im Krankheitsfall sind die Krankenstationen der Einrichtung aufzusuchen. Dies gilt jedoch nur, wenn eine ernsthafte Verletzung oder Krankheit vorliegt. Im Fall von ansteckenden, aber mäßig schweren Erkrankungen wie Grippe, depressiven Verstimmungen etc. sollte eine Unterbringung im »Raum der Stille« vorgezogen werden. Wenn auf der Krankenstation kein Platz mehr zur Verfügung steht, müssen die vorliegenden Fälle priorisiert werden. Die schlimmsten Fälle werden zuerst bearbeitet.
  9. Versuche, die Einrichtung ohne Absprache zu verlassen, sind dem Lagerrat zu melden. Dieser entscheidet über Strafmaß und weiteren Einsatz der Person.
  10. Bei Tod durch Krankheit oder körperlicher Schwäche wird die betreffende Person im einrichtungseigenen Friedhof beigesetzt. Familienangehörige sollten vorher kontaktiert werden, sofern nicht vom Lagerrat anders beschlossen. Die Aufbahrung der verstorbenen Person und das Öffnen des einrichtungseigenen Sarges ist nicht gestattet.
  1. Eigentlich ein Bundewehr-Camp in Afghanistan (Bild ist Public Domain
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Putzen im All – Kein Zuckerschlecken http://nursokram.de/blog/2011/06/putzen-im-all-kein-zuckerschlecken/ http://nursokram.de/blog/2011/06/putzen-im-all-kein-zuckerschlecken/#comments Sun, 05 Jun 2011 16:46:32 +0000 Mathies http://nursokram.de/blog/?p=1501 Weiterlesen ]]> Putzen im All – kein Zuckerschlecken

Godan: »Frau Cliemka, schön, dass Sie heute hierher gekommen sind, um über die Zustände bei der Sternenflotte zu berichten«

Cliemka: »Gerne, gerne. Ich möchte, dass dieser Skandal kein Dauerzustand bleibt. Es muss etwas getan werden!«

Godan: »Gut, gut, Frau Cliemka. Erzählen Sie doch einmal. Was machen Sie? Wo sind Sie angestellt?«

Cliemka: »Ich bin auf der USS Enterprise NCC-1701-D eingesetzt. Sie wissen schon, das Heldenschiff von Jean-Luc Picard. Ich säubere mit einigen Kollegen die Gänge und Kabinen der Crew, halte alles in Schuss und muss dabei zusehen, dass ich möglichst unauffällig unterwegs bin. Putzfrauen in der Öffentlichkeit sind verpönt«

Godan: »Da haben wir ja auch schon das erste Problem. Sie werden diskriminiert, indem Sie zu einem Schattendasein neben der eigentlichen Crew gezwungen sind?«

Cliemka: »So ist es. Wenn eine der Putzkräfte einen ranghohen Offizier in der Ausübung seiner Pflichten behindert, dann gibt es Konventionalstrafen für die Putzfirma. Wir versuchen, uns aus allem heraus zu halten, damit wir keine Schande für die Firma sind«

Godan: »Aber immer lässt sich das doch nicht verhindern, oder?«

Cliemka: »Ja, der Knackpunkt ist die Definition von ›Behindern‹. Wann schränkt man jemanden in seiner Pflicht ein? Wo ist da die Grenze? Wir hatten schon Fälle, in denen sich Offiziere nach einer durchzechten Nacht in ihrem Erbrochenem wiederfanden und jede Hilfe des Putzpersonals ausschlugen und sogar mit Meldung drohten. Oder wenn ein Zimmer nach einer Schlägerei nicht innerhalb kürzester Zeit aufgeräumt wird, drohen uns Offiziere mit Meldung, weil sie für ihr Fehlverhalten nicht lange gerade stehen wollen und natürlich auch nicht selbst aufräumen wollen«

Godan: »Gibt es denn neben diesen aussergewöhnlichen Vorkommnissen auch Dinge im Alltag, die sie verärgern und für Unmut sorgen?«

Cliemka: »Ja, da gibt es etwas. Sie kennen doch diese Replikatoren, nicht wahr? Diese Geräte, mit denen man allen möglichen Kram auf Knopfdruck erzeugen kann. Sie glauben gar nicht, was die Leute sich damit alles besorgen. Die Artigen trinken ihren Pfefferminztee oder zum Einschlafen Milch mit Muskat oder irgendwelchen anderen Spießerkram. Aber viele bestellen wie doof Pizza und Cocktails, irgendwelche undefinierbaren Flüssigkeiten und unnützen Tand. Damit stellen die sich ihre Kabine zu und legen dann irgendwann einen ranzigen Zettel auf ihren Tisch, auf dem wir unfreundlich aufgefordert werden, den ganzen Dreck wegzuräumen. Sowas haben wir wenigstens einmal die Woche«

Godan: »Aber kann man gegen diese Leute nichts machen? Werden die nicht zur Rechenschaft gezogen?«

Cliemka: »Ja, sicher kann man das melden. Dann kommt Jean-Luc persönlich vorbei, tätschelt dem Gauner auf die Schulter und faselt ein paar weise Sprüche von wegen Pflichterfüllung, weit weg von zuhause, Ehre und so weiter, aber Strafen gibt es kaum«

Godan: »Und woran liegt das? Was meinen Sie?«

Cliemka: »Oh, das kann ich Ihnen leicht beantworten. Wenn tausend Menschen für lange Zeit im Weltall herumfliegen und nicht nach Hause können, dann drehen die schnell am Rad. Sie bekommen Weltraumkoller. Also müssen Sie zusehen, dass die Mannschaft bei Laune gehalten wird. Da können Sie nicht drakonisch jedes Fehlverhalten nach Regel XY bestrafen. Da müssen Sie Feingefühl an den Tag legen und auch ein bisschen nachlässig sein, sonst wird gemeutert. Hat’s alles schon gegeben!«

Godan: »Sicher, sicher. Was passiert eigentlich, wenn Putzkräfte gerade in einem ungünstigen Moment ihrer Tätigkeit nachgehen. Also zum Beispiel, wenn die Medien zu Besuch sind oder ranghohe Gäste vor Ort sind?«

Cliemka: »Das wird natürlich vorher angekündigt. Jedenfalls meistens. Wenn dann doch eine Putzkraft auf dem Gang steht oder an anderer Stelle ungünstig arbeitet, wird das in Echtzeit vom Computer verschleiert. Meistens wird die Person durch den Hintergrund ersetzt oder in schlimmen Fällen, in denen mit der Putzkraft gesprochen wird, ein digitaler Ersatz ins Bild manipuliert und die Sprache ersetzt«

Godan: »Was heißt ›ersetzt?‹«

Cliemka: »Zum Beispiel … Wenn ein Botschafter eine Putzkraft beim Reinigen auf einem Gang antrifft und von oben herab ›Na, schon gut was geschafft heute?‹ fragt, und die Putzkraft genervt, aber lächelnd mit ›Muss ja!‹ antwortet, dann wird das geändert. Die Putzfrau wird durch einen gutaussehenden Techniker ersetzt und beide neu synchronisiert. Der Botschafter sagt dann etwas wie: ›Ohne Leute wie Sie wäre die Sternenflotte aufgeschmisschen!‹, während der ›Techniker‹ an der Wand herumlötet sagt ›Ich gebe mein Bestes!‹«

Godan: »Das ist also alles gar kein Problem?«

Cliemka: »Im Prinzip nicht. Bisher gab es keine ernsthaften Probleme«

Godan: »Kommen wir noch einmal auf die Sonderfälle zurück, Frau Cliemka. Gab es aussergewöhnliche Fälle, die Ihnen im Gedächtnis geblieben sind«

Cliemka: »Ähm … ja. Doch. Besonders aufregend sind immer die Besucher anderer Rassen. Wenn mal Klingonen oder noch schrägere Leute da sind. Die haben nicht selten Sonderwünsche wie ausgefallene Waffen und seltsame Lebensmittel. Und wenn die mal eine Nacht durchfeiern, wissen wir manchmal nicht einmal, was wir mit den … ›Rückständen‹ anstellen sollen. Ich will da auch gar nicht allzu sehr ins Details gehen. Das wollen Sie gar nicht wissen. Ausserdem will ich keinen diplomatischen Ärger mit diesem Interview provozieren«

Godan: »Ich verstehe. Danke für die erleuchtenden Details zu ihrem Arbeitsleben und wünsche Ihnen alles Gute. Hoffentlich ändert sich die Wahrnehmung der Putzfrauen in Zukunft«


Bild: Agnes Cliemka (Library of Congress)

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Die neue Ego-Shooter-Gefahr http://nursokram.de/blog/2011/04/die-neue-ego-shooter-gefahr/ http://nursokram.de/blog/2011/04/die-neue-ego-shooter-gefahr/#comments Sat, 02 Apr 2011 16:37:13 +0000 Mathies http://nursokram.de/blog/?p=1493 Weiterlesen ]]> Die neue Ego-Shooter-GefahrMedienexperten sehen sich mit einer neuen, unübersichtlichen Bedrohung konfrontiert. Neueste Studien haben ergeben, dass Videospiele nicht nur wie längst bekannt zu einer verringerten Hemmschwelle im Umgang mit echten Waffen führen. Nach Recherchen von »Fakten, Fakten, Fakten, die wirklich keiner braucht« ist ein Aspekt der sogenannten Ego-Shooter bisher außer acht gelassen worden.

Die angesehenen Forscher der Studie fanden heraus, dass Ego-Shooter antichristliche Tendenzen verstärken, die – so die Vermutung – zu Konvertierungen zum Buddhismus, aber auch zu erhöhten Mordraten führt. Schuld daran ist das der sogenannte »Respawn«. Nachdem eine Person im der aktuelle Spielerunde gestorben ist, kann sie oft nach wenigen Sekunden unversehrt ins Spiel zurückkehren.

Dieses Übergehen des Todes als eigentlich unüberwindbares Hindernis prägt sich unbewusst in das Spielerhirn ein und führt irgendwann – so die Theorie – zu radikalen Handlungen, die nach dem Motto »Ist doch egal, wenn ich oder du tot bist, wir kommen ja eh gleich wieder« ausgeführt werden.

Bisher ist ein Fall bekannt geworden, in dem das Problem dramatische Folgen hatte. Murdoch Rupert (17) aus Illinois (USA) erschlug seine lärmende kleine Schwester Judy (11) nach 12 Stunden Counterstrike-Spielen mit seinem Keyboard. Am Tag davor hatte er sich zum Buddhismus bekannt und seinen Eltern von der Wiedergeburt geschwärmt. Gegenüber der Polizei argumentierte Rupert, er habe wenigstens für 10 Sekunden seine Ruhe haben wollen und hatte nicht damit gerechnet, dass seine Schwester über mehrere Stunden »vom Spiel gesperrt« worden sei. Die Beamten konnten ihm bis heute nicht verdeutlichen, dass seine Schwester nicht mehr »spawnt«. Stattdessen bat er wiederholt eindringlich, die Türen offen zu halten, damit seine Schwester »problemlos das Spielfeld betreten kann«, sobald sie wieder bereit sei.

Schockierte Nachbarn haben eine Bürgerinitiative zum Verbot von Respawns in Videospielen gestartet und haben bisher 178 Stimmen für einen Bürgerentscheid, »Spawned to Death«, sammeln können. Experten gehen jedoch davon aus, dass für den Entscheid nicht die nötige Stimmanzahl aufgebracht werden kann. Eltern werden daher gebeten, ihre Kinder rechtzeitig über die nicht rückgängig zu machenden Folgen des Todes aufzuklären und den Konsum von problematischen Spielen einzudämmen.

Bild: Vermischung und Anpassung von G36 von Domok mit Tian Tan Buddha von Tsui

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