Sia ist anders und versteckt sich damit nicht. Kein druchgestyltes Getanze, kein Muss, irgendwie “sexy” zu wirken, dafür viel Charakter – was sie leider untauglich für die Massenmedien macht.
Weit über das schrille Äußere hinaus wirkt ihre Stimme, die wie sie selbst Widersprüchliches in sich vereint.
Auf der einen Seite möchte man Sias Designer (wenn es denn einen gibt) für die bisher verbrochenen Schandtaten steinigen, auf der anderen Seite ist zum Beispiel das Cover des letzten Albums Some people have real problems auf eine kindliche Art und Weise positiv entrückend.
Wie das Cover lässt einen die Musik auf unmöglich zu beschreibende Weise entrücken und treiben. Statt zu mutmaßen, dass Sia eine kitschige Mix-Reinkarnation aus Janice Joplin und Barbara Streisand sein könnte, empfehle ich nur, in das kommende Album We are Born hineinzuhören (und die seltsamen Videos nicht allzu ernst zu nehmen), sie auf youtube zu besuchen oder in ein paar der Highlights des letzten Albums hineinzuhören:
Day Too Soon – Man beachte den lebensechten Schwan gegen Ende
The Girl You Lost To Cocaine – …
Soon We’ll Be Found – bunte Hände.
Ursprünglich bin ich über die Ambient-Band Zero 7 auf Sia gestoßen. Songs wie Destiny vom Album Simple Things waren für ihre Karriere sicher nicht von Nachteil.
Zero 7 – Destiny (Akustik-Version)
In the Waiting Line from Zero 7 is also a great one.
Yes, that’s true
. “Distractions” is also not bad, though not sung by Sia, I think.