Abrupt hat die Geschichte Aufpassen, Sarah! ein Ende genommen, nachdem sie über Monate hier vor sich hin geplänkelt ist.
Das Schreiben der letzten Zeilen ging mit gemischten Gefühlen einher. Einerseits bin ich stolz, dass aus nur zwei Novemberwochen soviel Inhalt entstanden ist. Besonders über die ungewollte Komik in manchen Teilen kann ich mich freuen.
Auf der anderen Seite sehe ich die großen Schwächen des Texts. Das Ende gefällt mir nicht so gut, die Charaktere sind recht platt, die Tagebuchform ist nicht gerade revolutionär – irgendwie sind zwei Wochen eben nur zwei Wochen.
Das wichtigste ist aber, dass es Spaß gemacht hat, jede Menge.
P.S.: In Kürze wird es die Geschichte in Form eines Gesamttexts zum Herunterladen geben.
War schön zu lesen und zu verfolgen, merci.
Im Einzelnen könnte man durchaus das noch Kritik üben (
) aber die Grundidee ist schon faszinierend, und die Umsetzung bekommen Sie mit ein bißchen Übung sicher mit jedem Mal besser in den Griff.
Danke, Gnaur. Nachdem dieses “Projekt” so gut lief, bin ich motiviert, es weiter zu versuchen
Ich kann mich Gnaur nur anschließen: Es war nett, „Aufpassen, Sarah!“ als Fortsetzungsgeschichte zu verfolgen. Eine starke Leistung auch, dies alles in einem Monat nebenbei hinzubekommen. Gleichzeitig musst Du Dich noch nicht zur Ruhe setzen, weil Du damit alles im Leben erreicht hättest: Verbesserungen sind möglich. So freue ich mich auf November 2010, wenn Du es wieder wagst.
Am meisten verwirrt hat mich das instabile Bild des Erzählers, insbesondere seine berufliche Situation. Ich denke, dadurch habe ich als Leser die Möglichkeit zur Identifikation verloren: Ich hatte nicht das Gefühl, ihn mit der Zeit besser kennen zu lernen, sondern fühlte mich zwischenzeitlich sogar befremdet. Durch diesen Kontaktverlust zum Protagonisten empfand ich seine Situation, die man durchaus als befremdend bezeichnen könnte, allerdings weniger nach. Falls dieses schwankende Bild des Protagonisten nicht beabsichtigt war, hätte ich folgenden Vorschlag für die Zukunft anzubieten: Notiere Dir nebenher stichpunktartig für alle Charaktere ihre Eigenschaften und Umstände, die Du verbaust. So kannst Du sie im Verlauf der Geschichte feiner ausarbeiten, ohne Widersprüche zu erzeugen und ohne große Teile des Textes nachlesen zu müssen, was bei NaNoWriMo des Zeitdruckes wegen kaum möglich sein dürfte.
Sehr gut gefiel mir die Einführung von Sarah, in welcher sie durch eine Mini-Geschichte in der großen Geschichte charakterisiert wurde – zumindest was ihre Art nach außen hin betrifft. Du beschriebst sie, ohne sie direkt zu beschreiben. Das war sehr angenehm zu lesen und bereits lesenswert für sich allein.
Der Schluss hat mir auch überraschend gut gefallen: Nicht selten enden übernatürliche Geschichten für mich irgendwie unbefriedigend – ich erwähnte anfangs Murakami – bei seinen Romanen fand ich das Übernatürliche weniger prickelnd, wohingegen er das Beschreiben von Charakteren durch kleine Geschichten in der großen Geschichte vorzüglich kann. Vielleicht fehlt mir bei seinen Texten auch einfach der Einblick in die japanische Glaubenswelt. Bei „Aufpassen, Sarah!“ machte das Ende das Übernatürliche allerdings auch für mich rund. Schön!
Danke für die Rückmeldung, Martin. Ich bin voll motiviert, auch weiter etwas aus zu schreiben
Für was-auch-immer-als-nächstes-kommt habe ich mir vorgenommen, die Personen interessanter und konsistenter zu beschreiben. Mir fällt das etwas schwer, weil mich emotionales Umgehen mit meinen Protagonisten ziemlich fertig macht. Aber da muss ich durch
Deine Ratschläge dazu werde ich mir diesmal etwas mehr zu Herzen nehmen. Eigentlich hatte ich beim letzten Mal auch schon solche Notizen geplant, dann aber kaum welche geschrieben.
Schön auch, dass dir das Ende zusagt. Mich würde noch interessieren, wie du die Welt des Protagonisten deutest, also was da tatsächlich passiert bzw. ob das eine Rolle spielt.
Interpretiert habe ich das Ende so, dass Sarahs Wohlergehen auch den Zustand von des Protagonisten Welt bestimmte. Er und Sarah sind aneinander gebunden. Das genügte mir ohne eine Überlegung, wie die genaue Verknüpfung aussehen könnte, obschon man verschiedene Szenarien dazu ausmalen kann. Eines ergab sich eben spontan, als ich Deine Frage las…