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[Aufpassen, Sarah!] Alles egal

Sarah ist nicht zu erreichen, weder in der Bäckerei noch telefonisch. Laut ihrer Kollegin ist sie krank. Seltsam.

Die folgenden Tage behalte ich kaum im Gedächtnis. Ich weiß noch, dass ich viele Flaschen Wodka und Orangensaft gekauft, und bei meinem Dealer eine Extraportion Gras bestellt habe.

Mein Hirn ist die meiste Zeit zu benebelt und macht sich keine Gedanken. Ich verliere jedes Bewusstsein für Zeit, schlafe und esse wann immer mir danach ist.

Einkaufen gestaltet sich meistens schwierig, weil ich entweder kaum zum Laden finde oder zu abwegigen Zeiten dort auftauche und manchmal gegen die Eingangstür hämmere.

Es wundert mich, dass ich kein einziges Mal von der Polizei abgeholt werde und die Leute nicht versuchen, mich zurechtzuweisen.

Oder aber, andere Möglichkeit: All das passiert doch und ich kann mich nur an die Male erinnern, bei denen es nicht völlig ausartete.

Für die letzte Theorie spricht, dass ich am Ende meiner überdepressiven Zeit ein paar Bußgeldbescheide im Briefkasten habe. Die verschwinden leider nicht nach ein paar Tagen, sodass ich sie letztlich tatsächlich bezahlen muss.

Mir ist es egal.


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