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[Aufpassen, Sarah!] Unnormale Normalität

Seit zwei Wochen läuft wieder alles normal.

“Normal” bedeutet, dass sich nichts von selbst rückgängig gemacht hat. Manfred existiert nicht, meine Schwester ist immer noch verschwunden, meine Sicht lässt zu wünschen übrig, das Reihenhaus samt Kleinfamilie ist nicht mehr am alten Platz. Am meisten irritiert mich aber immer noch die Abwesenheit meiner Schwester.

Ich verstehe einfach nicht, warum meine Eltern Shirins Existenz leugnen. Vor ein paar Tagen waren sie sogar bei der Polizei und haben mein Hilfegesuch – sagen wir mal – “zurückgenommen”. Als ich gestern nachfragte, warum das geschehen sei, war der anwesende Bearbeiter durchaus nicht unhöflich, ließ mich aber unmissverständlich wissen, was er von meiner „halluzinogenen“ Schwester halte und dass es vielleicht ratsam wäre, wegen möglicher Drogenprobleme einen Arzt vom Fach aufzusuchen.

Meine Eltern müssen dem Polizisten einige seltsame Dinge erzählt haben.


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2 Kommentare

  1. Hm, schon merkwürdig, dass seine Eltern von selbst zur Polizei gegangen sind, um das Hilfegesuch „zurückzunehmen“, obwohl er ihnen nicht sagte, dass er bei der Polizei war … Wäre die Polizei auf die Eltern zugekommen, wäre das freilich etwas Anderes und weniger Mysteriöses.

  2. Zu deinen Vermutungen kann ich an dieser Stelle nichts sagen, um dich nicht in bestimmte Richtungen zu lenken. Trotzdem danke für die Anmerkungen :) Dadurch merke ich, dass vieles Wichtiges in meinem Kopf nicht ansatzweise den Weg in den Text gefunden haben.