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[Aufpassen, Sarah!] Blogs

Vor ein paar Jahren habe ich angefangen, ein Blog zu schreiben. Meine belanglosen Meinungsäußerungen sind ungefähr so beliebt wie altes Brot, aber mir ist es egal. Wenn ich alle paar Tage meine stumpfsinnigen Gedanken aufschreibe, gehe ich ein bisschen in mir auf und mache etwas, das nicht völlig sinnlos ist.

Die ganzen sogenannten Profiblogger habe ich anfangs auch verfolgt, weil ich ein bisschen Ahnung von der “Szene haben wollte. Aber schon nach wenigen Wochen hatte ich nicht mehr die geringste Lust, dem Treiben zu folgen. Nur sinnlosen Rauschen und Informations-Recycling. Da schreibt kaum wer etwas Selbstgedachtes.

Und sogar jene, die nicht nur irgendeine Tagesnachricht weiterleiten, beten oft nur Weisheiten und Neuigkeiten herunter, die andere schon so oder ähnlich woanders beschrieben haben.

Am meisten nerven mich allerdings Besserwisser. Manche Blogger glauben, den heiligen Graal der Erkenntnis gefunden zu haben, zerpflücken das, was andere gesagt haben, indem sie sich einzelne Sätze herauspicken und sinnentstellt fragwürdige Kommentare abgeben. Viel zu oft muss ich den Quellen hinterherrecherchieren, nur um festzustellen, dass die kritisierte Aussage anders zu verstehen ist und sich viele Aussagen relativieren.

Jedenfalls habe ich seitdem kein starkes Bedürfnis,  viel in die Welt der Blogs zu verlinken oder mich mit Aussagen oberflächlicher Idioten auseinanderzusetzen. Ein paar Leute habe ich in den Jahren getroffen, die in Ordnung sind und mein Vertrauen genießen, aber die sind in der Minderheit.

Soll der Rest ohne mich weiterrauschen.


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1 Kommentar

  1. Oh, ich kenne Menschen, die altes Brot äußerst wertschätzen. Ich selbst mag es lieber frisch und sitze dann manchmal in Gesellschaft anderer ein kleines bisschen leidend am selben Tisch, auf dem ein an mehreren Stellen durchschnittenes Brot liegt – damit die Luft besser rankommt und es schneller alt wird, denn die schützende Kruste verlangsamt wohl den Prozess. Nichtsdestotrotz hechle ich nicht immer den neuesten News hinterher – nur so viel zu altem Brot.

    Ach, von wegen! Da fällt mir zu altem Brot noch jenes legendäre Foto ein, dass Du hier einmal veröffentlicht hattest. Ist aber nicht mehr da, oder? Dies war ein Paradebeispiel eines Gegenentwurfs zum Schnöden Informationsrecycling aus Hochglanzfeeds.