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Windows aufräumen mit vorinstallierten Programmen

Um Windows sauber zu halten, empfiehlt Doktor Sys:

1. Finden von Fehlern auf der Festplatte/den Festplatten

Was es bringt

Bei Datenverlust, zum Beispiel durch einen Absturz, kann es wegen fehlerhafter Informationen auf dem Laufwerk zu Problemen mit Programmen und (weiteren) Abstürzen kommen. Durch die Fehlerprüfung werden fehlerhafte Informationen gefunden und bereinigt.

So geht es

Zum Prüfen einer Partition öffnet man einen Dateimanager, rechtsklickt auf ein zu bearbeitendes Laufwerk, dann auf „Eigenschaften“.

Abbildung 1. Eigenschaften-Fenster eines Laufwerks: Allgemein

Laufwerkseigenschaften

Im erscheinenden Fenster geht man auf „Extras“, dort bei „Fehlerüberprüfung“ auf „Jetzt prüfen…

Abbildung 2. Eigenschaften-Fenster eines Laufwerks: Extras

Extras

Ein Häkchen bei „Dateisystemfehler automatisch korrigieren“ macht Sinn, der zweite Punkt hingegen nur, wenn die Festplatte bereits verdächtigt wird, nicht mehr ganz richtig zu funktionieren. Wenn Fehler gefunden werden, legt das Programm erstaunlich nutzlose Sicherungsdateien an, die man im Schritt Abschnitt 3, „Nutzlose Dateien löschen“ entfernen kann.

2. Defragmentieren der Laufwerke

… oder zumindest der Partition, auf der sich Windows befindet

Was bringt es

Wenn neue Programme und Dateien auf die Festplatte(n) kopiert werden, landen sie nicht unbedingt an idealer Stelle. Mehr Dateien irgendwo auf einem windows-formatiertem Datenträger bedeutet langsamerer Zugriff und kann bei alten PCs mit langsamen Festplatten auf lange Sicht zu starken Geschwindigkeitseinbußen bei der Arbeit mit dem PC führen.

So geht es

Wie beim vorherigen Punkt geht man zu den Extras eines Laufwerks, wählt aber „Jetzt defragmentieren…“.

Abbildung 3. Defragmentier-Fenster unter Windows XP

Defrag

Zuerst sollte man auf „Überprüfen“ klicken, um zu sehen, ob eine Defragmentierung Sinn macht. Dabei beachte man: Der Vorgang sollte generell nur gestartet werden, wenn man den Computer eine Zeit lang nicht benötigt. Arbeiten während der Defragmentierung ist nur schwer möglich und verlängert den Prozess.

Außerdem kann man die Defragmentierung Anhalten und später fortsetzen. Weil bei großen, langsamen Festplatten viel Zeit ins Land ziehen kann, ist dies manchmal sinnvoll.

[Anmerkung] Anmerkung

Das Programm prüft, ob Fehler auf der Festplatte bestehen. Wenn es einen findet, wird die Defragmentierung angehalten und eine Fehlerüberprüfung muss durchgeführt werden, bevor die Defragmentierung fortgesetzt werden kann.

[Anmerkung] Anmerkung

Bei akzeptablen PCs, die ab ca. 2007 verkauft werden, bringt die Defragmentierung von Festplatten keine nennenswerten Geschwindigkeit-Erhöhungen. Regelmäßige Defragmentierungen sind hier also überflüssig.

3. Nutzlose Dateien löschen

Schritt 1: alte oder nutzlose Dateien löschen

Was bringt es

Mehr Platz

So geht es

Um temporäre Dateien zu löschen, muss wieder das Eigenschaften-Fenster eines Laufwerks aufgerufen werden. Gleich im ersten Reiter ist ein Button mit „Bereinigen“ zu finden (siehe Abbildung 1, „Eigenschaften-Fenster eines Laufwerks: Allgemein“). Das Programm sucht zuerst einige Daten zusammen. Das kann bei großen Festplatten dauern. Danach wird eine Zusammenfassung der möglichen Ersparnisse präsentiert.

Abbildung 4. Eigenschaften-Fenster eines Laufwerks

Laufwerkseigenschaften

Wenn man dann das Bereinigungs-Programm durchläuft, kann man sehen, wo viel zu holen ist. Bis auf die Punkte „Alte Dateien komprimieren“ und „Office-Setup-Dateien“ (falls vorhanden) können meistens alle Punkte angewählt werden. Mit der Auswahl zufrieden kann man nun die Säuberung starten, die unter Umständen einige Minuten dauert.

Schritt 2: Komplette Deinstallation von Programmen

Was bringt es

Etwas mehr Ordnung und minimal mehr Speicherplatz

So geht es

Moderne Installationsprogramme haben den Sinn für das Wort Löschen verloren. Wenn man ein Programm über die Systemsteuerung oder über das Startmenü deinstalliert, bleiben meist Dateien zurück, die das Programm nicht löschen mag. In manchen Fällen werden beim nächsten Systemstart einige Dateien gelöscht, die noch in Benutzung sind. Oft aber bleiben nur überflüssige Dateien und Verzeichnisse zurück.

Wenn man Ordnung im Programme-Verzeichnis haben möchte, macht es Sinn, entweder nach der Deinstallation eines Programms oder einfach von Zeit zu Zeit einen Blick in den Programme-Ordner (meist C:Programme) zu werfen und Verzeichnisse von eigentlich deinstallierten Programmen zu löschen.

[Anmerkung] Anmerkung

Das Löschen von Programmen ist nur für fortgeschrittene Nutzer zu empfehlen, da es bei Unachtsamkeit leicht zu Problemen wie versehentlichem Löschen kommen kann.

Außerdem ist der kosmetische Effekt dieser Aktion oft nur für fortgeschrittene Nutzer interessant, da weniger fortgeschrittene Nutzer seltener direkt mit Ordnern außerhalb des Nutzerbereichs arbeiten müssen.

4. Tipp zu den beliebten Registry-Säuberern

Seit Windows XP verwaltet Windows seine Registry so, dass die Gesamtgröße keine nennenswerte Rolle mehr spielt. Daher befinden sich Registry-Aufräumer auf dem absteigenden Ast. Bei Windows 2000 und älteren Windows-Versionen war das noch anders.

Viele Säuberungsprogramm-Hersteller möchten einem aber immer noch weis machen, dass nur eine gepflegte Registry eine gute Registry ist, denn sonst werden die heilsamen Produkte nicht gekauft. Wer tatsächlich Windows 2000 oder älter hat, sollte sich überlegen, ob eine Säuberung nötig ist, denn sie ist je nach Säuberungs-Programm nicht ganz ungefährlich.

1 Kommentar

  1. Genau das predige ich schon seit Ewigkeiten. Um sein Windowssystem sauber zu halten bringt Windows die nötigen Tools direkt mit. Da braucht man keine TuneUp, Sysclean, FixReg oder MegaspeedrushXP. Diese Tools führen nur dazu das früher oder später der arme Computermechaniker des Vertrauens den Rechner neu installieren darf.
    Ein Kollege von mir ist der totale Optimierungstoolfan. Momentan ist er auf der Suche nach einen tollen Defragmentierprogramm. Da sträuben sich mir die Nackenhaare.
    Meiner Meinung nach ist das alles Voodoo, genau so wie bei den Personal Firewalls.