Willkommen

Du bist bei Nur so Kram gelandet. Wie der Titel schon nahe legt, geht es hier nicht um etwas ganz bestimmtes, sondern um dies und das, in der Hauptsache Kurztexte und Gedanken.

Hier sind ein paar Einstiege:

  • Aufpassen, Sarah! (Übersicht) – ein absurder Kurzroman, als Word-Datei oder PDF herunterladbar
  • Kurztexte – hauptsächlich Kurzgeschichten
  • Musik – aus der guten alten Zeit, als die Inspiration noch eimerweise floss
  • Generierte Bilder (noch unvollständig) – Bilder, die mit einer Art einfachen Programmiersprache erstellt wurden
  • Rezensionen – von Büchern, die ich gelesen habe

Wenn Dir etwas auffällt, immer her damit – ins Gästebuch.

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Satanistische Heilandsmusik

Meine praktisch taube, 90+ Jahre alte Nachbarin hämmert manchmal des Nachts mit Stock oder ähnlichem gegen unsere Wände, dass man meinen könnte, sie kommt gleich durch.

Von ihrer besorgten Tochter habe ich kürzlich erfahren, was wir nachts so machen und die Rentnerin zur Weißglut bringt:

Wir laden irgendwelche Asylanten zu uns ein, um mit denen mitten in der Nacht Heilandsmusik zu spielen. Davon kann man natürlich schlecht schlafen. Zum Ausgleich bzw. aus Protest dreht sie dann ihr Radio auf Maximallautstärke.

Um sich einen Spaß zu erlauben, wäre es an der Zeit, das folgende Lied bei voller Lautstärke nachts für mehrere Stunden laufen zu lassen.

[Bis 2:23 singen und tanzen sich die Asylanten in Deutsch - rückwärts gesungen - zu verbotenen Rhythmen ein, um dann den satanistischen Orgelmann mitspielen zu lassen. Ab 3:48 wird der Teufel beschworen, bis das Chaos hereinbricht...]

In Wirklichkeit singt Shiina Ringo was japanisches.

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Generative Art again

I developed a few other programs in addition to drug_test. I don’t see a real point in making a proper screensaver of any of these. If you think I am wrong, please tell me, otherwise the following two videos will be the only thing available to the general public.

First there is “traffic”:

The software renders randomly colored pixels (in a certain color range) on sprites, cuts out some areas to make it less plain looking and then moves them in from outside the screen (randomly from one of the 4 boundaries).

While the sprites move randomly fast from one side of the screen to the opposite they lose opacity and fade to nothing. Overlapping sprites add up.

The second experiment is similar in some way, although the result is very different:

In this case grey lines are drawn randomly from one side to the other with a certain possibility to change direction slightly. This way no straight lines are drawn. When a line reaches the other side of the screen it reappears on the opposite side.

Every now and then lines change their direction and color completely. In seldom cases it is not a variety of grey, but red. This makes the experiment a bit “more appealing”.

While at first the lines look like some sort of cotton or wool in general, it starts to resemble other materials after a while.

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Die blühende Casino-Landschaft am Bremer Hauptbahnhof

Durch eine ungewollte Pause war letztens etwas Zeit, um sich die Casinos um den Bahnhof herum anzuschauen. Wie mir schon vor Wochen auffiel, sind ein paar neue dazugekommen. Die Bremer scheinen nicht mehr an eine gerechte Welt zu glauben.

Wenn man sich anschaut, welche Widersprüche sich bei genauerer Betrachtung auftun, wird klar, warum.

Das Big Cash Casino am Hillmannplatz. Liegt grob in der Nähe des Hauptbahnhof-McDonald’s, dort um die Ecke. Die Kombination Blau-Gelb macht abenteuerlustig. Wer nach dem Geldverlieren noch nicht bedient ist, kann bei Donnerschlag nebenan reinschauen, sich den Frust abtanzen und noch mehr Geld ausgeben.

Hier lockt das ganz große Geld

Nur ein paar Meter entfernt:

Sonnige Aussichten mit den Freunden vom Merkur

Wie man an der Bezeichnung “Spielothek” erkennen kann, gibt es den Laden schon länger. “Casino” ist eindeutig Las-Vegas-Vokabular.

Momentan werden Fachkräfte für Automatenservice gesucht, um in das spritzig-quirlige Merkur-Team aufgenommen zu werden, denn “Sie gehören in unser Team!” und “[...] sollten sich am besten sofort bewerben!

Beruf mit Zukunft: Automatenservicekraft

Direkt neben der Spielothek beginnt der McDonald’s. An der Ecke zur Querstraße sind erste Anzeichen für unerwünschte Assoziationen zu entdecken.

Job? Spielen. Essen.

Wer nach einer erfolgreichen Sitzung bei der Job AG (Motto: “Wir eröffnen Ihnen neue Perspektiven”) plötzlich Geld hat, kann sofort bei Merkur vorbei schauen und mit den letzten Cents, die dann übrig bleiben, bei McDonald’s einen Ein-Euro-Burger kaufen.

Wieder nur ein paar Meter weiter in Richtung Cinemaxx, dem beliebten Gammel-Kino, befindet sich das Automatencasino Bremen.

Wer ist hier der Automat?

Der Name suggeriert, dass dieses Casino nur für Automaten gedacht ist. Wer eine lange Spielerlaufbahn hinter sich gebracht hat, kann sich das sicher von einem Arzt attestieren lassen.

Das Casino Bremen macht unterschwellig an der Einkaufsmeile Werbung:

Werbung für's Automatencasino

Der Vergleich des Symbols mit dem Schriftzug vor Ort macht deutlich: Casino Bremen und Automatencasino Bremen sind identisch Teil des gleichen Unternehmens, wobei das “klassische Spiel” nicht in Bahnhofsnähe, sondern in der Böttcherstraße stattfindet.

Gleich neben dem Casino lockt die Unschuld:

Der Sozialverband Deutschland setzt sich für mehr soziale Gerechtigkeit ein. So schreibt Adolf Bauer, Präsident des Verbands:

Soziale Gerechtigkeit steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Wir setzen uns für den Ausbau und den Erhalt der sozialen Sicherungssysteme ein. Der Sozialstaat ist ein wichtiges Auffangnetz für die Menschen – das zeigt sich gerade in der jetzigen Wirtschaftskrise.

In Nachbarschaft zum Bahnhof ist ein höllisch neues Casino zu finden. Es ist nicht irgendein Casino, es ist das CASiNO. Drinnen steht sicher Harvey Keitel und begrüßt die Unglückseligen.

Das ... Casino, teuflisch

Der Eingang zur Spielhölle

Den Blick abwendend und Richtung Straßenbahnen gehend bietet sich einem bald dieses Bild:

DGB vs "spritzige Meile"

Links das Gewerkschaftgebäude in unauffälligem rot, das bei Nacht und spannender Beleuchtung den Charme einer kommunistischen Hochburg hat. Rechts eine kleine Fixer-, Erotik- und (neuerdings) Casinomeile.

Dort befindet sich das nächste Objekt von Interesse:

"Casino am Bahnhof" - ein Name, der keine Fragen offen lässt

Der Schriftzug auf dem Gebäude, das man im Bild sehen kann, wird wohl “Barbary Coast” bedeuten, in Anlehnung an das Hotel/Casino in Las Vegas.

Auf den ersten Blick könnte man den Besitzern für diese geistreiche Assoziation auf die Schulter klopfen, wenn sich nicht die Frage stellen würde, was “Barbary Coast” denn nun eigentlich heißt.

Wenn man also tiefer gräbt, findet man neben einer Flopserie mit William Shatner gleichen Namens auch die ursprüngliche Bedeutung. Bei dieser Küste handelt es sich um Teile Nordafrikas, in denen Piraterie & Co zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert die “Haupteinnahmequelle” war:

Haupteinnahmequelle der Barbareskenstaaten war die Piraterie und damit einhergehend Menschenraub, Sklavenhandel  und Lösegelderpressung. Moderne Schätzungen gehen davon aus, dass in den Barbareskenstaaten zwischen 1530 bis 1780 etwa 1,25 Millionen Menschen versklavt wurden, die meisten davon durch Raubzüge an den Küsten Italiens, Spaniens und Portugals. Die Zahl entspricht etwa einem Zehntel des transatlantischen Sklavenhandels. (Wikipedia-Artikel)

Der Zusammenhang von Piraterie bzw. Lösegelderpressung und Casinos leuchtet unmittelbar ein. Ob dem Image eines Casinos damit jedoch geholfen ist?

UFO, der Planet?

Vielleicht bin ich nicht schlau genug, aber ich habe keine Ahnung, was PLANET UFO bedeuten soll. Ist aber auch egal. Wie man an den Fotos an der Fassade erkennen kann, haben im PLANET UFO alle Leute unglaublich viel Spaß und räkeln sich wahlweise auf den Tischen oder in übergroßen Karten.

Das Vorspielen des Gegenteil von dem, was man in einem Casino tatsächlich macht (Geld verlieren, schwitzen, weinen) hat Methode. Auch in vielen anderen Casinos sind solche Fotos zu finden.

Eine Ecke weiter ist ein weiterer Oldie zu finden:

"Kings Play" - nicht der Titel eines Musicals

Im Vergleich zur Konkurrenz etwas armselig leuchtreklamt KINGS PLAY vor sich hin. Es fehlen lachende, vergnügt aussehende Leute auf großen Postern. Aber wer weiß: Vielleicht sind die Reklamen bei Nacht unwiderstehlich

Das war’s vorerst zum Thema Casinos im Ballungsraum Bremen-Hauptbahnhof. Damit nicht der Eindruck entsteht, die Gegend um den Bahnhof sei unansehnlich und zu vermeiden, gibt’s noch ein Panorama, zwischen Bahnhof und Einkaufsmeile aufgenommen, bei Touristen beliebt:

Kaffee-Mühle von einer Brücke gesehen

Man beachte den blauen Schlumpf, der als Vogelscheuche getarnt vor der Mühle steht. Das ist sicher Schleichwerbung für den 2011 anlaufenden Film “The Smurfs”.

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Im Bann der Bahn

Der Bahnhof von Cuxhaven ist derzeit definitiv einer der sehenswertesten Sackbahnhöfe Deutschlands.

O-Ton des Artikels: “[...] erstaunlich, dass der Bahnhof überhaupt noch steht.” Wie man ebenfalls aus dem angegebenen Artikel erfährt, blickt der Bahnhof auf eine lange Tradition der Verwahrlosung zurück (“[...] Schon damals war der Bahnhof keine Visitenkarte mehr für das Nordseeheilbad Cuxhaven.“).

Neben den elenden Wartezeiten, die man als Otterndorf – Bremen-Reisender auf sich nimmt, fällt auch das derzeit gewagte “offene Design” ins Auge, das von Kritikern als wenig wasserfest bemängelt wurde. Hätten sich nicht der metronom und Nordseebahn vor Jahren der Strecke Cuxhaven-Hamburg Hamburg-Cuxhaven bzw. Cuxhaven-Bremerhaven Bremerhaven-Cuxhaven angenommen, gäbe es kaum Glanz im Bahnhof.

Noch 2008 konnte sich der Bahnhof sehen lassen: Nur eine Gleisseite musste auf Bedachung verzichten. Zuganzeigen gab es aber schon damals nicht mehr. Entweder ein Zug ist da, oder halt nicht. Wem das zu langweilig ist, kann sich bei gutem Wetter mit den ehrenvollen Mitgliedern der Wochenendticket-Mafia (“Haben Sie ein Wochenendticket?” bzw. “Wollen Sie ein Wochenendticket mit irgendeinem fremden Namen drauf?”) unterhalten oder in der 1A ausgestatteten Halle Platz nehmen.

Sogenannte "Zebrasitze", Variation gelb/schwarz

Mittlerweile ist auch die Bedachung auf den anderen Gleisen verschwunden.

Keine Bedachung: Lieber Regen als verrottetes Holz auf dem Kopf

Noch vor wenigen Jahren konnte man mit Bremerhaven-Lehe vergleichen und freudig lachend feststellen: Schlimmer geht’s nimmer. Sogar die Bahnhofsuhr steht auf 5 vor 12.

5 vor 12: Der Zug ist glücklicherweise nicht abgefahren

Aber Lehe ist jetzt wie neu. Da brummt der Bär. Da steigen jetzt bestimmt fünfmal mehr Menschen aus als vor drei Jahren.

Bahnhof Lehe: ein inneres Blumenpflücken

Cuxhaven kann sich hingegen bald als Luftkurort bewerben.

Der Bahnhof Cuxhaven hat den grünen Daumen

Damit nach all diesen scheinbar beschämenden Bildern nicht der Eindruck entsteht, dass sich keiner um  den Bahnhof kümmert, muss dem energisch widersprochen werden, denn das Land Niedersachsen hat sich richtig reingehängt und sicher ganz Großes geleistet. Zumindest lässt sich das von einem Aufkleber am Gleis ablesen:

Bahnhof ist wohl "unterfördert"

Wie auch immer. Vor ein paar Wochen hatte ich das Vergnügen, in Cuxhaven fast zwei Stunden auf meinen “Anschlusszug” zu warten. Vermutlich ist eine Lok auf der eingleisigen Strecke Cuxhaven-Bremerhaven liegen geblieben. Genaues weiß man aber nicht, Durchsagen sind sowas von gestern.

Wegen der Unannehmlichkeiten hätte ich mir wohl Geld zurückerstatten lassen können. Dafür fehlte mir nach der Fahrt allerdings die “innere Ruhe”.

Nach ein paar Tagen hatte ich die Geschichte fast vergessen, als unerwartet Post von der Bahn im Briefkasten lag. Ein Gutschein! Wahnsinn!

Nur 5 Euro? Naja, immerhin.

Wenn da nur nicht diese Rückseite wäre:

Kann man dank meiner mittelprächtigen Kamera nicht lesen. Da steht sinngemäß:

Gilt nur, wenn Sie

  • jünger als 2 und älter als 97 sind
  • mindestens 3 Jahre auf dem Mars gelebt haben
  • gestern mit diesem Gutschein gefahren sind
  • eine Bahnfahrt antreten, die mindestens 500 Euro kostet.

Puh.

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Drug Test: A few details

In the previous article I presented that strange drug test screensaver. In this article I will tell a bit about some of the details of what it is and does.

The inspiration for this screen saver is a BASIC program Martin wrote years ago. It also featured funny colors and dynamic changes – though, due to severe hard- and software limitations in 16 or 256 color mode and fairly low resolution (if I remember right). It also knew a few domination rules, which defined the spreading of the colors.

drug test works like this:

  1. The software draws a few colored points on the drawing buffer at start, then
  2. Runs forever through all pixels of the buffer and applies a few simple rules:
    1. Get the color of the current pixel
    2. Get a random pixel position next to the current pixel, either left, right, up or down. It would be possible to take one of all possible eight pixels, but this artificial limitation leads to a minimalist print paper effect (and also looks better anyway)
    3. Plot a pixel at the new position with
      1. the color of the current pixel (most of the time).
      2. a slightly modified color (every few thousand pixels) within the random color boundaries.
    4. Every now and then a filled circle is drawn with a random color. To make it look less aggressive it is drawn with an alpha value. This makes it partly transparent.
    5. Every now and then the flow direction changes from left -> right to down -> up and back by changing the probability of a pixel position + update change from always to 1/4th (3/4th of the time the current pixel is updated, not one next to it).
    6. Seldomly the color boundaries are updated with new random values for red, green and blue. This way the possible output can vary a lot.

The software is written in PureBasic, which is well suited for this kind of experiment as its somewhere between a “serious”, but prototyping-unfriendly programming language (e. g. C++), and a scripting language (e .g. Python, which is great for prototyping, but often fairly slow.

There are some extra features. Pressing the S key saves the current image (if configured). You can also initiate a color boundary change when you press the N key (don’t expect drastic changes, though).

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Screensaver: Drug Test

Update: The download has been updated for Windows XP compatibility and a few configuration texts have changed. If you downloaded the software and it didn’t work, although you chose an available resolution then this might have been fixed now.

Summer, sun, lots of colors. Find all that in a generative art screen saver of the psychedelic kind.

The images give you some kind of impression on how the saver looks, but misses the “dynamics”.

To try the saver download this file and extract the contents of the archive to a new directory, run drug_test.exe and click “Run“. You can also change the resolution if it is too high or low in the configuration screen.

If you want to use the screen saver the way it’s meant to be, copy the files to the windows directory (in most cases on drive C) and choose drug_test from the screen saver checkbox.

Also take a look at the images uploaded to deviantart.

In the next article I will write about some details concerning the idea behind the saver and some hints on additional functionality.

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Fußball-WM 2010: Erster Eindruck

Ohne Worte*

Und das ist nicht zum Lachen!

* “Bienenschwarm an einem Baum“, Bild von Waugsburg, CC Attribution ShareAlike

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Überall Bilder

Was nicht bunt und laut ist, erregt keine Aufmerksamkeit. Überall Bilder.

Was gibt es langweiligeres, als sich durch hunderte Seiten Text – schwarz auf weiß – zu kämpfen, wenn man sich den Text vorlesen lassen, als Film oder Comic besorgen kann?

Das Einmalige am Medium Buch ist, dass die darin enthaltenen Figuren und sprachlichen Bilder nicht feststehen. Es sind Platzhalter für etwas, das der Leser erst für sich erfinden muss.

Wenn ein Autor schreibt “Sie hatte das hübscheste Gesicht, das mir jemals unterkam“, bildet sich im Kopf jedes Lesers ein anderes Bild, weil jeder eine andere Vorstellung von einem hübschen Gesicht hat. In einem Film wird dieses Gesicht vorgegeben, es steht fest, zumindest für den Moment.

Auch der Vorleser eines Hörbuchs gibt zum Teil durch Betonung, Sprechweise und Geschwindigkeit vor, wie ein Text zu interpretieren ist (Und wer eine Stelle nicht verstanden hat, muss zurückspulen).

Die phantastischen Welten und Horizonte, die allein durch Beschreibungen im Kopf des Lesers entstehen, können durch kein anderes Medium erzeugt werden und dennoch nimmt die Bereitschaft ab, sich einem Buch zu stellen – weil es anstrengend sein kann, Ruhe und Zeit erfordert, Dinge, die einem scheinbar zu kostbar sind, um sie mit langen Texten zu vergeuden oder einfach nicht vorhanden sind?

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Seltsamer Musiktipp: Sia

Sia ist anders und versteckt sich damit nicht. Kein druchgestyltes Getanze, kein Muss, irgendwie “sexy” zu wirken, dafür viel Charakter – was sie leider untauglich für die Massenmedien macht.

Weit über das schrille Äußere hinaus wirkt ihre Stimme, die wie sie selbst Widersprüchliches in sich vereint.

Auf der einen Seite möchte man Sias Designer (wenn es denn einen gibt) für die bisher verbrochenen Schandtaten steinigen, auf der anderen Seite ist zum Beispiel das Cover des letzten Albums Some people have real problems auf eine kindliche Art und Weise positiv entrückend.

Wie das Cover lässt einen die Musik auf unmöglich zu beschreibende Weise entrücken und treiben. Statt zu mutmaßen, dass Sia eine kitschige Mix-Reinkarnation aus Janice Joplin und Barbara Streisand sein könnte, empfehle ich nur, in das kommende Album We are Born hineinzuhören (und die seltsamen Videos nicht allzu ernst zu nehmen), sie auf youtube zu besuchen oder in ein paar der Highlights des letzten Albums hineinzuhören:

Day Too Soon – Man beachte den lebensechten Schwan gegen Ende

The Girl You Lost To Cocaine – …

Soon We’ll Be Found – bunte Hände.

Ursprünglich bin ich über die Ambient-Band Zero 7 auf Sia gestoßen. Songs wie Destiny vom Album Simple Things waren für ihre Karriere sicher nicht von Nachteil.

Zero 7 – Destiny (Akustik-Version)

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Bin dafür!

In Zeiten, in denen man sich klar positionieren muss, um etwas zu bewegen – gerade als Blogger, ist die Zeit gekommen, auch mein Anliegen vorzutragen:

Ich bin für einen verkehrsoffenen Sonntag. Während andere gegen Zensur und vergorene Spekulanten wettern, bin ich für die zeitweise Anarchisierung des Straßenverkehrs.
An verkehrsoffenen Sonntagen darf die Straßenverkehrsordnung mal alle Schilder gerade sein lassen und jeder darf so viel, so schnell und wo lang auch immer es ihm gefällt fahren. Keine Alkoholkontrollen, keine Radarkontrollen, kein Problem beim Stehen im Halteverbot. Und wenn die Straße mal zu eng wird, gibt’s ja immer noch die Rad- und Fußgängerwege. Nur die Passanten mit Schlägern und Kettensägen sind zu meiden.

Endlich mal den seit Monaten in der Garage vor sich hin blendenden Koenigsegg auf der Landstraße Probefahren, mit 120 durch Ortschaften, Geisterfahren auf der Gegenfahrbahn, Parken im Nachbarsgarten, mit 6 Freunden im VW Käfer nach der Disko durch eine brandenburger Allee fahren. So Sachen halt.

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