Nur so Kram
Neues vom Klub der alkoholisierten Anonymiker-
Achtung: Umbau!
Posted on August 19th, 2009 No commentsNursokram.de wandelt sich vom Blog hin zu irgendetwas anderem. Wer direkt nursokram.de ansteuert, findet dort die alten Inhalte und ein paar neue Artikel in gänzlich anderem Format.
Genaueres zum Konzept wird es in Kürze direkt auf nursokram, nicht aber mehr hier, im Blog geben. Zudem wird der Blog vermutlich in einigen Wochen verschwinden.
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Street Fighter 4
Posted on Juli 2nd, 2009 3 comments... jetzt auch für den PCAm letzten Samstag lief wieder einmal der Film Street Fighter, diesmal auf Tele 5. Jean Claude van Damme als Guile kämpft mit seinen schauspielerisch vergleichsweise noch weniger überzeugenden Freunden (unter ihnen Kylie Minogue - bekannt aus Film und Fernsehen - als Cammy) gegen den bösen M. Bison, gespielt vom charmanten Daddy aus der Addams Family, Gomez alias Raul Juliá.Endlich ein fadenscheiniger Grund, mich an dieser Stelle als Fanboy zu outen.Zur einen Hälfte verbrachte ich meine Kindheit in der Bibliothek, zur anderen in einer Art Spielhalle für unterbeschäftigte Kinder, in der ich Street Fighter Alpha 2 und 3 zu schätzen lernte.Mein Lieblingscharaktere sind welche von der erweiterten Einheitsbrei-Front: Sagat, Akuma und Ken.

Medium 1. (Bild) - Sagat, der alte Schreihals 
Medium 2. (Bild) - Akuma, der sympathische Dämon 
Medium 3. (Bild) - Ken, der Ryu-Klon in rot Noch immer spiele ich von Zeit zu Zeit Street Fighter auf einem Playstation-Emulator [2] um der alten Tage willen.
Noch vor kurzem dachte ich, die große Prügelspiel-Zeit wäre längst vorbei, aber in Kürze kommt Street Fighter 4 für den PC heraus. Der eingeweihte Spieler wird nun an dieser Stelle zu Recht einwenden, dass das Spiel bereits vor Monaten für die XBOX heraus gekommen ist. Da ich keine XBOX besitze (und nicht vorhabe, wegen einem Spiel eine zu kaufen) muss ich warten und hoffen, dass die Konvertierung nicht so schlecht ist, wie man es bei XBOX-Portierungen leider nur zu oft hat.
Sofern Gott will kommt am 3. Juli die PC-Version heraus, auf die ich mich hoffentlich nicht umsonst freue.
In der Zwischenzeit bleibt noch, Street Fighter - The Later Years zu schauen, sich den Trailer zum Film anzuschauen, oder zu hoffen, dass der demnächst erscheinende Film Street Fighter: The Legend of Chun-Li weniger schrottig ist als alles, was bisher kam. [3]Unbestätigten Gerüchten zufolge war er jedoch tatsächlich so schockiert von der miesen Bewertung des Films auf imdb (derzeit 3.2 von 10) dass er einen Herzinfarkt bekam. Ganz bestimmt.
Die unwichtigen Details: Street Fighter Alpha 3 in der Playstation-Variante, meist Varianten des Survival Mode im höchsten Schwierigkeitsgrad
[3]
Die komischen animierten Filme mögen hier unerwähnt bleiben. Allein deren konkrete Erwähnung bringt Schande über den echten FanAllgemeines Akuma, Fanboy, Film, Ken, PC, Sagat, Street Fighter 4 -
An die Tempo-Sünder
Posted on Juni 30th, 2009 3 commentsSeit einiger Zeit wirbelt folgende Werbung durch das deutsche Fernsehen:
Mal ganz ehrlich:
Welcher halbwegs normale Mensch assoziiert "Love is in the air"-Gesinge, mit Toilettenpapier herum werfen und dabei wild herumhüpfen mit einem durchschnittlichen Toilettengang?
Ich denke da eher (negativ) an:
Auch beim Poster, das man derzeit vielerorts sieht, kommen mir andere Assoziationen als vermutlich erhofft:

Endlich! Nach siebenstündiger Betriebsratsitzung darf Frau S. auf die Toilette. Ein Grund zur Freude.
Zur Verteidigung der Tempo-Werber soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass das Thema Toilettengang sicherlich nicht das am einfachsten zu verpackende Vermarktungsthema darstellt. Man kann es aber auch übertreiben.
Bleibt abschließend nur zu hoffen, dass der Allgemeinheit in Zukunft zumindest Werbung hierfür erspart bleibt.
Plumpsklo: Copyright Mutter Erde, Wikimedia Commons -
Weise Weisen
Posted on Juni 14th, 2009 2 commentsAnstatt mich darüber aufzuregen, dass das Wahlvieh CDU und FDP wählt, und damit groß JA! zur Finanzpolitik von Merkel (inklusive mäßig verständlicher Zugeständnisse an Banken und Opel) sagt, folgt nun Gehirndurchfall vom Feinsten, der Gehirndurchfall zum Sonntag.
Damit ändert sich zudem der Fokus dieses Blogs automatisch von wenigstens halbwegs sinnvoll hin zu was auch immer mir in den Sinn kommt. Bei Einwänden oder Beglückwünschungen bitte Mail an die im Impressum genannte Adresse.Jetzt aber:
Weise Weisen
Eine Gruppe Pfadfinder bestieg einen Zug ohne die Absicht, ihre Fahrt zu bezahlen. Der Schaffner schnappte die unwürdigen Schwarzfahrer jedoch, bevor sie sich verstecken konnten. Nach einer kurzen Unterhaltung resümierte er gegenüber den Schwarzfahrern und einem unbeteiligten Fahrgast, der nur aus Höflichkeit zuhörte:
Die weisen Waisen aus Weisen konnten sich weder ausweisen, noch einen gültigen Fahrschein vorweisen. Stattdessen weissagten und sangen sie weise Weisen1 aus ihren weisen Pfadfinderbüchern.
Daher muss ich, Udo Weiser, darauf hinweisen, dass ich sie des Zuges zu verweisen gedenke, sobald wir den nächsten Bahnhof erreichen. Und zwar auf meine Weise.
Doch noch bevor sie am Bahnhof ankamen, stürmten die Pfadfinder laut schreiend zu den Toiletten, schlossen sich ein und sprangen nacheinander mit dem Spruch Prignitz forever! aus dem Fenster.
Photo © RainerSturm / PIXELIO- im Sinne von Liedern [↩]
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Musik oder Lärm?
Posted on Mai 22nd, 2009 No commentsModerne, erfolgreiche Musik darf und kann nicht leise sein.
Leise Musik ist unhörbar
Man hört Musik nicht mehr nur zuhause, wo man zumindest die Möglichkeit hat, sich Ruhe und Zeit zum Hören zu nehmen, sondern auch gern unterwegs im Zug, im Auto, beim Spazieren, während des Sports oder wenn einem langweilig ist.
In vielen Fällen müssen dabei erhebliche Umgebungsgeräusche übertönt werden. Wer nun beispielsweise versucht, klassische Musik oder Jazz zu hören, muss ständig die Lautstärke des Players anpassen, denn solche Musik zeichnet sich durch besonders starke Dynamik aus. Manchmal ist die Musik an der Grenze des Hörbaren, um Sekunden oder Minuten später am anderen Ende des Pegels anzukommen.
Wenn Umgebungsgeräusche die Musik stören, sind die leisen Abschnitte nicht zu hören, also muss man lauter stellen. So, wie dadurch die untere Grenze angehoben wird, geschieht es auch mit der oberen. Während die untere Grenze nun hörbar ist, fallen einem bei den lauten Abschnitten die Ohren ab.
Einfacher und praktischer ist es also, wenn die Musik recht gleichmäßig auf einem Pegelstand verharrt. Entsprechend hat sich die Musikindustrie darauf eingestellt und produziert vor allem Pop und Rock auf Maximal-Pegel.
Auf Lärm getrimmte Musik kennt keine Zwischentöne, ist grell und auf Dauer emotional deutlich weniger ansprechend als sie sein könnte. Besonders der Faktor Zeit ist dabei entscheidend. Laute Musik ist gerade im ersten Moment interessant, reißt die Aufmerksamkeit des Hörers auf sich und kann ihn so begeistern.
Doch dieser Effekt geht schneller verloren als eigentlich nötig, nicht nur wegen fehlender Dynamik. Durch die künstliche Gleichmachung gehen außerdem Frequenzen verloren, die durch die aus dem hörbaren Bereich "gedrückt" werden.
Pärt verbogen
Zur Verdeutlichung hier ein Beispiel mithilfe der letzten Sekunden aus Arvo Pärts 3. Sinfonie. Dargestellt und abspielbar sind nacheinander die unbearbeitete Version ohne jegliche Verluste und danach eine künstlich im Pegel angehobene Version, in der weniger Unterschiede in der Lautstärke auftreten.
Original-Ausschnitt: Arvo Pärt - 3. Sinfonie - Alla breve
Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.
Bearbeiteter Ausschnitt1 Arvo Pärt - 3. Sinfonie - Alla breve
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Ein Ende der "lauten Ära" ist vorerst nicht in Sicht.
Zum Weiterlesen
- Dynamikschwund in der Popmusik - Tage des Donners (Süddeutsche-Artikel)
- Über den Loudness War (Wikipedia, englisch)
- The Death of High Fidelity (Rolling Stone)
- The Loudness War Analyzed (Music Machinery)
- Dynamic Range (Seite für mehr Hörgenuss)
Für die Hüter der Tonträger und Interessierte
- Ausschnitte aus und basierend auf Arvo Pärts 3. Sinfonie für Orchester (© Arvo Pärt 1971); Ausschnitte werden ohne Erlaubnis, allerdings nur zur Veranschaulichung, in geringer Länge und mäßiger Qualität zur Verfügung gestellt; amazon
- Henryk Mikołaj Góreckis 3. Sinfonie - Lento - Cantabile semplice (mit Zofia Kilanowic) (© Henryk Górecki 1976, bekannt geworden aber erst Anfang der 1990er); amazon.
- Arvo Pärt und Henryk Gorecki werden manchmal dem holy minimalism zugeschrieben
- Murder on the Dancefloor von Sophie Ellis-Bextor vom Album Read My Lips (© Sophie Ellis-Bextor 2001); amazon
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Einbahnstraße Zufriedenheitskonsument
Posted on Mai 20th, 2009 2 commentsAusstieg in Fahrtrichtung rechts an der Endhaltestelle Boreout.
Der zu Fahrtbeginn ausgeteilte, individuelle Papierschnitt große und kleine Träume sollte bis zur Ankunft in kleine Fetzen zerrissen und durch die halb geöffneten Fenster geworfen sein, um schmerzlichen Erinnerungen beim Ausstieg vor zu beugen: Aus den Augen, aus dem Sinn.Inspiriert durch Niesel; Bild von photogen.com
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Pixel-Kunst
Posted on Mai 11th, 2009 No commentsSchon vor zwei Wochen drehte ich mit Blender einen Film mit Ferien-Sonne-Strand-Feeling. In dem Video ist ein Bild des Pixel-Künstlers Jalonso zu sehen, der mir freundlicherweise erlaubt, das Bild zu verwenden.
Neben der freundlichen Variante gibt es außerdem eine düstere mit verschiedenen Effekten und anderer Musik.
Bei Zeiten gibt's zum Thema Arbeiten mit Blender möglicherweise die ein oder andere Einführung. Aber zu den Filmchen:
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Keine Zeit, keine Zeit …
Posted on Mai 11th, 2009 3 comments... Schon gar nicht zum selbst nachdenken. Der Zustand "always on", der so langsam das Nervenkostüm der Gesellschaft zersetzt, sorgt dafür, dass niemand mehr zum Nachdenken kommt.
Wenn eine neue Nachrichtenbombe einschlägt, zur Zeit sowas wie "Schweinegrippe" oder "Irrwege der Zensursula", wird im Netz wildes Rauschen erzeugt. Jeder findet das auch doof, jeder ist voll aufgeklärt und bildet sich eine total eigenständige Meinung.
Da werden sinnentstellte Zitate zerlegt und grobe Verallgemeinerungen vorgenommen. Wer zehn Minuten recherchiert und seine Ergebnisse im heise-Forum niederschreibt, ist sogleich Einäugiger unter den Blinden. Zumindest der Anzahl der Meldungen nach müsste man meinen, da wäre viel Wissen vorhanden statt Reproduktion und heißer Luft ohne Ende.Nehmen wir den Streit um Seitensperrungen wie er auch in anderen Ländern (z.B. Australien) derzeit großes Thema ist: Da sind sich alle Netzler einig: Das geht nicht, das darf nicht. Da müssen Petitionen eingereicht werden, da wird Stunk gemacht.
Allein die Denkschritte vieler Zensursula-Hasser sind seltsam. Das Ganze soll nämlich so von Statten gehen:
- Ein Gesetz wird verabschiedet, das die (indirekte) Blockierung kinderpornographischer Seiten vorsieht. Und weil das so praktisch ist,
- kann man dieses Gesetz auf alle möglichen Seiten ausdehen, die problematische Inhalte umfassen. Und da ist die große Angst der aufrührerischen Blogger und Schreiberlinge, dass
- ihre Seiten auch verboten werden, weil sie so wahnsinnig subversiv sind. Ebenfalls unschön finden es jene Leute, dass unter Umständen mehr Seiten geblockt werden als eigentlich beabsichtigt (mit Recht).
Aus der Sperre illegaler Inhalte reden sich die Sperrgegner also effektiv eine Zensur zurecht. Das wird vielleicht so kommen, vielleicht auch nicht. Reine Spekulation.
Bei all dem Dagegen!-Dagegen!-Geschrei geht völlig unter, dass wir tatsächlich seit Jahren Probleme mit extremen/extremistischen Seiten haben und bisher kaum Handhaben gegen Kinderpornographie, Rechtsextremismus, Verfassungsfeindlichkeit etc. bestehen (sowohl im Netz als auch im "echten" Leben) und vorhandene Mittel unzureichend genutzt werden.
Wie wäre es also mal mit Innehalten und konkret nachdenken? Wenigstens einen einzigen Schritt weiter, zum Beispiel:Was kann man statt der derzeit notdürftigen Umsetzung sonst machen, um den finsteren Gestalten das Handwerk zu legen? Konkrete, technisch realisierbare Vorschläge erwünscht. Einfach nichts tun oder weiter machen wie bisher ist jedenfalls keine Option.
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Design: Was hat sich geändert?
Posted on Mai 5th, 2009 1 commentSchon 1988 schrieb Donald A. Norman ein Buch über gutes und schlechtes Design: "The Design of everyday things". Schon bei den einfachsten Dingen kann man ganz grundsätzliche Fehler machen. Das geht von Türen, die einem nicht verraten, ob man sie drücken oder ziehen muss hin zu Computern. Das Buch erreichte mit der Zeit Kultstatus und ist in vieler Hinsicht noch immer aktuell, auch wenn einige Beispiele heutzutage keinen Sinn mehr ergeben. Immer noch gibt es verwirrende Schalter, Türen, Waschbecken etc.
Auch zum Thema Computer hat Norman ein paar Punkte anbringen können. Damals waren schwarze Bildschirme noch die Regel und Textverarbeitungsprogramme gerade erst auf dem Vormarsch (dazu sehr empfehlenswert: Almost Perfect von W. E. Peterson zum Aufstieg und Fall des Textverarbeitungsprogramms WordPerfect). In einer Auflistung schrieb Norman, wie man ein Programm falsch umsetzt (Hervorhebungen von mir). Der Verdacht liegt nahe, dass Norman sich vor allem über Programme wie emacs und vim aufregt:
- Make things invisible. Widen the Gulf of Execution: Give no hints to the operation expected. Establish a Gulf of Evaluation: give no feedback, no visible results of the action just taken. Exploit the tyranny of the blank screen.
- Be arbitrary. Computers make this easy. Use nonobvious command names or actions. Use arbitrary mappings between the intended actions and and what must actually done.
- Be inconsistent: change the rules. Let something be done one way in one mode and another way in another mode. This is especially effective where it is necessary to go back and forth between the two modes.
- Make operations unintelligible. Use idiosyncratic language or abbreviations. Use uninformative error messages.
- Be impolite. Treat erroneous actions by the user as breaches of contract. Snarl. Insult. Mumble unintelligible verbiage.
- Make operations dangerous. Allow a single erroneous action to destroy invaluable work. Make it easy to do disastrous things. But put warnings in the manual; then, when people complain, you can ask: "But didn't you read the manual?"
Obwohl man vermuten würde, dass Leute aus ihren Fehlern lernen, ist es auch heute noch so, dass gerade neue Dinge nicht unbedingt gleich gut und nutzerfreundlich umgesetzt werden. Aber zumindest in kritischen Bereichen (z.B. Raumfahrt- und Luftfahrt) hat sich in den letzten Jahren viel getan.
Allgemein meint Norman außerdem, man könne nach sieben Prinzipien vorgehen, wenn man etwas entwirft (unabhängig davon, worum es sich handelt):
- Use both knowledge in the world and in the head.
- Simplify the structure of tasks.
- Make things visible: bridge the gulfs of Execution and Evaluation.
- Get the mappings right.
- Exploit the power of constraints, both natural and artificial.
- Design for error.
- When all else fails, standardize.
Einige der Punkte sind nur schwer zu verstehen, wenn man nichts von Norman gelesen hat. Dennoch sind auch so bereits einige allgemeine Grundprinzipien dabei, die man anwenden kann. So mancher Ingenieur oder Entwickler (mehr) sollte sich ein Buch wie das von Norman durchlesen.
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An den Suhrkamp
Posted on April 26th, 2009 No commentsHallo liebe Leute von dem Suhrkamp Verlag,
Mein Name ist Inge Rohmann. Ich bin 37 Jahre alt und heute schicke ich euch meinen neuesten Kurzroman schicken tun. Er handelt von etwas, worüber ich jetzt gerade noch nichts sagen kann, weil ja sonst die ganze Spannung weg ist.
Viel Spass beim Lesen!Jan und Sibylle
Sibylle hat sich in meinen Sohn, den Jan, unsterblich verliebt. Und weil er sie auch so gern hat, hat er ihr einen Antrag gemacht.
Weil aber die Sibylle, genau wie mein Sohn, der Jan, noch nicht mal 18 sind, hat sie abgelehnt und gesagt: Sagt sie: "Jan!" Und dann sagt sie weiter: Sagt sie: "Wir sind ja noch nicht mal 18! Wie sollen wir denn da heiraten tun?"
Und da weiß der Jan, mein Sohn, auch keine Antwort drauf.
Also hat er mit der Sibylle ihrem Handy bei seinem Vater seinem besten Kumpel, dem Max, angerufen und den gefragt. Der lachte nur und sagte, dass er noch nie eine so dämliche Frage beantworten musste. Und dann hat er einfach aufgelegt, ohne zu erklären, was er meint.
Mein Sohn, der Jan, glaubte dann, er müsse den Max nochmal anrufen und genauer fragen. Er glaubte, Max hätte nur aus Versehen aufgelegt.
Doch der Max lachte beim zweiten Telefonat noch mehr und sagte schon gar nichts mehr, sonder lachte und lachte und lachte.
Da wurde es dem Jan, meinem Sohn, zu bunt und er schrie: "Max! Du bist böse!" Und dann legte er - zufrieden mit seiner schlagfertigen Antwort - auf. Als ihn Sibylle aber fragend anschaute, merkte er, dass etwas nicht stimmte.
Ach ja! Er war jetzt kein bisschen schlauer als vor dem Telefonat.
"Schwesterherz! Wir müssen uns etwas anderes überlegen. Keiner will uns helfen!"
...Ähm, halt. Irgendwie läuft das aus dem Ruder, lieber Suhrkamp-Verlag. Ich versuch's nochmal. So geht das ja nicht (kopfschüttel). Oder halt, besser. Ich versuch's mit was ganz anderem. Die Leute stehen ja immer auf Krimis. Also will ich mal einen Krimi erzählen tun. Hoffentlich wird der spannend.
Ach übrigens: Wenn ich dann berühmt bin, dann will ich einen eigenen Preis haben. Allerdings nicht den Inge-Preis, das klingt nicht so gut. Extra für so einen Preis lege ich mir ein Pseudonym zu. Mein Pseudonym wird sein: Pseudo Num. Das ist furchtbar wortwitzig und trotzdem irgendwie originell!
Der Preis heißt dann entsprechend: "Pseudo-Num-Preis"!
Jetzt aber der Krimi.Oh je, Josefine
Josefine saß auf dem Thomas seinen Kopf und weinte. Sie hatte ihrer Tochter ihren Peiniger fast umgebracht. Erst hatte sie ihm mit der Axt in den Rücken gehackt, dann war sie mit der Schere auf seinen Hals losgegangen. Als er dann immer noch nicht sterben wollte, hatte sie ein Kissen genommen, es über seinen Kopf gelegt und sich drauf gesetzt.
Seitdem saß sie also da und weinte vor sich hin.Plötzlich kam Jessica, der Josefine ihre Tochter, herein. Aus ihrem Blickwinkel konnte sie nur sehen, dass ihre Mutter, die Josefine, auf einem Kissen saß. Der Thomas-Peiniger lag so komisch eingeklemmt zwischen einer Couch und einem Sessel.
Sagt sie: "Warum sitzt du denn nicht auf dem Sessel oder der Couch, sondern so eingequetscht dazwischen, Mutter?"
Und da sagt die Josefine: Sagt sie: "Na weil!"Auf diese schlagfertige Antwort kann der Josefine ihre Tochter nichts mehr erwidern und gibt sich geschlagen. Also setzt sie sich auf die Couch und schließt erschöpft ihre Augen.
"Hast du den Thomas gesehen, den widerwärtigen Schläger-Thomas?", fragt Jessica mit eher wenig Interesse.
"Mmglmbg ... ghmlgrmbl ..." kommt aus Richtung der Josefine.
"Sag mal, Mama, alles in Ordnung mit dir? Hast du deine Pillen für heute genommen?"
"Ja, doch, Kindchen", sagt die Josefine, "Ich nehme immer meine Pillen" Dann fällt ihr aber auf, dass es schlauer wäre, das Gemurmel von der Jessica ihrem Peiniger zu erklären.
"Aber weißt du, mein Kind, manchmal helfen die Pillen nicht ganz. Dann kommt da halt immer noch was nach"
"Ach so"Josefine laufen schon ein paar Schweißperlen über die Stirn, weil die Situation so anstrengend ist. Fieberhaft überlegt sie, wie sie aus der ganzen Sache heraus kommt. Sie weiß ja, dass sie ihrer Jessica nicht verraten darf, was passiert ist, weil sie den Peiniger-Thomas, auch wenn der total böse ist, trotzdem ganz viel lieb hat.
Gerade, als ihr fast eine Idee kommt, schaut der Herr Kommissar herein. Der sagt: Sagt er: "Ich stand gerade vor diesem Haus hier und dachte, ich komme einfach mal herein!"
"Das ist ja ein Zufall, Herr Kommissar, dass sie gerade vor unserem schönen Haus ... und so"
"Soll ich wieder gehen? Ich mein, sie haben mich ja nicht gebeten, hier herein zu kommen. Ihre offene Tür ist nur so einladend"
"Ja, das kann ich verstehen", erwidert Josefine mit bemühtem Lächeln.
"Ich hab gehört, Josefine, dass Sie eine großartige Kurzroman-Autorin sind?"
"Ja, das stimmt. Stand erst gestern in der Zeitung"
"Soso. Und haben Sie gerade was zu Lesen für mich da?"
"Äh, gerade ist schlecht. Ist alles vergeben, verborgt und so"
"Oh, das ist aber schade. Vielleicht ja ein anderes Mal"
"Sicher, ... sicher. Wenn Sie dann aber vielleicht doch wieder gehen wollen? Ich würde gern etwas Zeit mit der Jessica, meiner Tochter verbringen. Wir sehen uns so selten"Da hakt der Josefine ihre Tochter, die Jessica, ein: Sagt sie: "Das stimmt doch gar nicht! Ich bin fast jeden Tag hier!" Bei dieser Erwiderung zerfällt der Josefine ihr Grinsen. Der Kommissar wittert, dass etwas nicht stimmt.
"Sagen Sie, Josefine, warum sitzen sie eigentlich so ungemütlich zwischen Couch und Sessel? Da ist doch Platz genug!"
"Tja, Herr Kommissar. Das ist Yoga. Ich mache mich frei von den Annehmlichkeiten des Lebens und sitze hier auf meinem Kissen, bis mir der Hintern weh tut. Wenn ich dann wieder auf der Couch sitze, dann weiß ich den Luxus in meinem Leben besser zu schätzen"
Der Komissar wiegt den Kopf hin und her, aber irgendwie gefällt ihm diese seltsame Geschichte.
"Also gut, Josefine. Ich will dann mal", sagt der und dreht sich zur Tür.
Leider ist ein bisschen Blut auf den Boden vor der Tür gespritzt, was bisher keiner mitbekommen hat, und der Kommissar rutscht unglücklich aus. Mit einem Schrei fällt er um und bricht sich an einem Hocker, der in der Nähe steht, das Genick, so wie Hilary Swank in dem großartigen Film Million Dollar Baby, diesem Film wie wo die eine Boxerin spielt. Jedenfalls sieht es so aus.Total in Panik springt die Josefine auf und rennt zum Kommissar. Die Jessica bleibt auch nicht cool und öffnet wieder ihre Augen. Blöderweise sieht sie dabei sofort, worauf die Josefine die ganze Zeit gesessen hat und schreit und weint sofort los.
Irgendwie macht das die Josefine gerade total verrückt. Und weil sie die Pillen in Wirklichkeit seit einer Woche nicht mehr genommen hat, dreht sie frei und schlägt ihrer eigenen Tochter ins Gesicht, damit sie Ruhe gibt. Und tatsächlich fällt sie um und bleibt mir einer kleinen, aber immer größer werdenden Blutlache am Kopf liegen.Der Jessica ihr Peiniger liegt immer noch unter dem Kissen und ist immer noch nicht tot. Also geht sie erstmal in ihr Schlafzimmer und legt sich ein paar Stunden aufs Ohr, damit sie wieder Kraft sammeln kann für das, was da noch kommen tun mag.
Nach vier Stunden wacht sie auf, weil ihr jemand am rechten Bein zieht. Da ist der Thomas-Peiniger. Der ist irgendwie ans Bett gekrochen und will irgendwas.
Aber weil es der Peiniger ist, kann Josefine ihm das nicht durchgehen lassen. Also zieht sie ihn zurück ins Wohnzimmer, wo er vorher lag. Viel wehren kann er sich dabei ja nicht, weil er eben fast tot ist.Die Blutlache an der Jesscia ihrem Kopf ist leider viel größer geworden. Vielleicht stimmt da was nicht. Also geht die Josefine zur Jessica und tritt ihr gegen das Schienbein.
Da passiert nichts.
Noch einmal tritt sie ihr gegen das Schienbein, aber es tut sich immer noch nichts. Dann wird sie wohl tot sein, denkt sich die Josefine. Dann muss ich sie verschwinden lassen, denkt sie, und den Peiniger-Thomas und den Kommissar, damit niemand sauer wird.Erst jetzt fällt ihr auf, dass der Kommissar fehlt. Wo ist der denn hin mit seinem gebrochenem Genick? Die Hilary Swank ist doch auch nicht einfach so wieder aufgestanden.
Zu viel mehr Nachdenken kommt sie aber nicht, denn da kommt der Kommissar schon mit Polizisten in den Raum, die nehmen ganz schnell die Josefine fest und schauen sich den Thomas-Peiniger und die Jesscia an.
"Josefine!", ruft der Kommissar, "Du hast schon wieder deine Pillen nicht genommen, oder!"
"Ja, das muss ich leider zugeben, Herr Kommissar", gibt die Josefine kleinlaut zu. Schon beim letzten Mal lief alles schief, als sie ihre Pillen nicht genommen hatte.
"Tschuldigung!"
"Das wird ein Nachspiel haben", sagt der Kommissar und hält sie dabei seinen schmerzenden Hals fest.
...Epilog
Sowohl der Thomas-Peiniger als auch die Jesscia wurden ins Krankenhaus gebracht und konnten gerettet werden. Der Kommissar hatte sich gar nicht das Genick gebrochen.
Josefine musste wieder ihre Pillen nehmen und versprach hoch und heilig, dass sie das nicht wieder vergessen wird.So, das ist also mein Krimi. Ich hoffe, er gefällt euch.
Hoffe auf eure Antwort. Bis denne,Eure "Pseudo Num"-Inge









